19. November 2019
Sanierungsexperte Rechtsanwalt Markus Fröhlich steuert die Sanierung der WAFA Germany GmbH als Sanierungsgeschäftsführer (CRO)

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• Automobilabsatzkrise führt zu Auftragsrückgang bei Zulieferfirma
• Restrukturierung mit Konzentration auf komplexe Produkte im Bereich Exterieur für Automobilhersteller
•Löhne und Gehälter durch Insolvenzgeld bis Ende Januar 2020 gesichert
•Gesellschafter werden Sanierung konstruktiv und aktiv unterstützen



Die WAFA Germany GmbH (‚WAFA‘) mit Sitz in Augsburg hat am 14. November 2019 beim Amtsgericht Augsburg einen Antrag auf ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Das auf Spritzguss, Galvanik und Lackierung spezialisierte Unternehmen entwickelt und produziert im Auftrag der internationalen Automobilindustrie Groß- und Kleinserien von verchromten Kunststoffteilen auch in Sonderfarben. Hierzu gehören u.a. Ziergitter im Kühler, Spiegel­klappen und Zierleisten, deren Oberflächen je nach Kundenwunsch beschichtet werden. Mit dem Antrag nutzt der Spezialist für Oberflächentechnik die Chancen einer nachhaltigen Sanierung.  Der Geschäftsführer wird im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens durch den Sanierungsexperten Rechtsanwalt Markus Fröhlich unterstützt. Rechtsanwalt Fröhlich ist als Sanierungsgeschäftsführer (CRO) in die Geschäftsführung eingetreen. 

Das Gericht hat mit Beschluss vom 14. November 2019 dem Antrag entsprochen und Herrn Rechtsanwalt Wolfgang Müller von der Kanzlei Müller • Rock zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Er wird als ‚verlängerter Arm‘ des Gerichts das Sanierungsverfahren und die Geschäftsleitung im Interesse der Gläubiger konstruktiv begleiten und überwachen. 

Uneingeschränkte Fortführung des Geschäftsbetriebs


„Unser Ziel ist es, die WAFA angesichts der Auftragsrückgänge im Automobilsektor zukunftsfähig aus­zurichten, damit das Unternehmen wieder robust und stabil im Markt aufgestellt ist. Das ist auch die Basis, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Martin Witte. Der Geschäftsbetrieb von WAFA läuft uneingeschränkt und in vollem Umfang weiter. Die rund 250 Mitarbeiter wurden auf einer Betriebs­versammlung über die Eigenverwaltung und die weiteren Schritte informiert. Alle Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich Januar 2020 gesichert. Ab Februar 2020 wird das Unternehmen die Lohn- und Gehaltszahlungen wieder aus eigenen Mitteln aufnehmen. „Wir gehen gut vorbereitet mit einem klaren Konzept in das Eigenverwaltungsverfahren und sind fest davon überzeugt, dass die WAFA gestärkt daraus hervorgehen wird“, sagt Sanierungs­geschäftsführer Markus Fröhlich. Der traditionsreiche Automobilzulieferer reagiert mit dem Antrag rechtzeitig und konsequent auf die aktuellen Entwicklungen und den tiefgreifenden Wandel, dem die gesamte Automobilindustrie seit geraumer Zeit ausgesetzt ist.


Über die WAFA Germany GmbH


Die Wafa ist ein mittelständischer Automobilzulieferer mit knapp 30 Mio. Jahresumsatz. Das Traditions­unternehmen ist für die global agierenden Kunden aus dem Automobilbereich ein zuverlässiger Partner für individuelle Produkt- und Systemlösungen im Bereich der Kunststoffverarbeitung und Oberflächen­technik (Galvanisierung),insbesondere in Sonderfarben.